Paarberatung

Paarbeziehung ist ein ständiges Wechselspiel von Bindung und Autonomie.

In der heutigen Zeit sind Paare mit komplexen Anforderungen konfrontiert, die sich im Zusammenspiel zwischen Arbeit, Familie und Alltagsbewältigung bewegen.  All dies muss miteinander in Einklang gebracht werden, was häufig zu Spannungen auf der Paarebene führt.

 

Die Unzufriedenheit in der Partnerschaft macht sich breit:

  • wenig Zeit für Zweisamkeit
  • fehlende Kommunikation
  • Wendepunkte in der Paargeschichte (Geburt eines Kindes, körperliche oder psychischer Erkrankung eines Partners, Auszug der Kinder)
  • Verlust von Intimität und/ oder Vertrauen

Manchmal handelt es sich bei Problemen in der Paarbeziehung auch um Projektionen auf den Partner. Diese entstehen durch frustrierende und verletzende Erfahrungen aus der Herkunftsfamilie oder aus zurückliegenden Beziehungen.

 

  • Bleiben problematische Beziehungsaspekte häufig ungeklärt, was unterschwellig zu immer stärkere Konflikte führen kann?
  • Kommt es in der Beziehung zu Entfremdung der Partner und anstatt Nähe, entsteht immer mehr Distanz?
  • Eskaliert immer wieder Streit zwischen den Partnern?
  • Denken Sie häufig an Trennung oder Scheidung?

Wut, Enttäuschung  und Frust haben hier ebenso ihren Platz wie Klarheit, Wünsche und Zukunftsvisionen.

Meine Grundhaltung als Paarberaterin ist Neutralität und Wertschätzung. Somit biete ich dem Paar einen geschützten Rahmen an, wo beide Seiten gleichermaßen ihre Bedürfnisse, Wünsche und Gefühle äußern dürfen. Dadurch entsteht eine respektvolle Kommunikation untereinander, die der Beziehung  eine neue Qualität gibt. Hier finden Sie einen Ort, an dem Sie sich frei von Bewertung und Beurteilung mitteilen können. Wie daraus Lösungswege entstehen können, erfahren Sie hier.

„Unterschiede halten die Beziehung lebendig“ – Joseph C. Zinker

In der systemischen Paarberatung  geht es NICHT um richtig oder falsch. Es entsteht eher ein Raum der Wiederannäherung, der durch bewusstes sich Zeit füreinander nehmen, durch gezieltes Nachfragen, Zuhören und Verstehen gekennzeichnet ist. Störungen in der Paarbeziehung sind sehr belastend, sie bieten aber gleichzeitig eine große Chance für Klärung und Veränderung.

Zunächst wird geklärt:

 

  • Welche Anliegen und Erwartungen bringt das Paar mit?
  • Kommen evtl. Themen aus der eigenen Biographie der beiden Partner in der Krise wieder hoch, die noch unverarbeitet die Paarbeziehung belasten?
  • Gibt es belastende Ereignisse in der gemeinsamen Vergangenheit, die nicht miteinander verarbeitet oder ausgesöhnt sind?
  • Gibt es übermäßige Belastungen, die das Paar zu tragen hat?
  • Wie geschieht das und was bedeutet dies für den Beziehungsalltag?
  • Wie stehen beide Partner zueinander, was erwarten sie voneinander?
  • Gibt es eine eigenständige Paarebene innerhalb der Familie und wie wird sie von beiden Partnern gestaltet?
  • Wie kommunizieren sie miteinander?

Anschließend nähern wir uns in folgenden Schritten an:

 

  • Aufspüren vorhandener Ressourcen und Anerkennung bisheriger Lösungsversuche.
  • Würdigung der unterschiedlichen Herkunftsgeschichten und der damit verbundenen Lebensstrategien beider Partner.
  • Stärkung der Selbstreflexion und Selbstverantwortung der Beteiligten.
  • Nutzen dessen, was veränderbar ist.
  • Feiern dessen, was übereinstimmt.
  • Betrauern und Anerkennen dessen, was unvereinbar ist.
  • Herausarbeiten von gemeinsamen und individuellen Lebensentwürfen und Zukunftsvisionen.

Jeder der Partner übernimmt Verantwortung für sein eigenes Verhalten, beginnt wirklich zu verstehen, was der andere meint. Konflikte können ohne Angst ausgetragen werden. Beide Partner lernen wieder, sich gegenseitig wertzuschätzen. Mit einer veränderten Wahrnehmung kann die Achtung füreinander wieder wachsen und eine klare Kommunikation stattfinden.

Wir alle verfügen über innere Ressourcen, die wir brauchen, um unser Leben erfolgreich zu gestalten und um innerlich wachsen zu können.

Alle Menschen streben nach Harmonie, Liebe und Zugehörigkeit. Wir sind miteinander verbunden und versuchen auf verschiedene Arten der Kommunikation unsere bewussten und unbewussten Bedürfnisse den anderen mitzuteilen. Werden diese Bedürfnisse nicht wahr genommen, so fühlen wir unverstanden, traurig, wütend oder ungeliebt. Unser Selbstwertgefühl geht dadurch verloren und wir fangen an, alles zu tun, um uns wieder besser zu fühlen.

Systemisch gesehen hat unser Verhalten bezogen auf unser Umfeld einen Sinn. Dessen Funktion zu erforschen,  ist eine der Aufgaben der systemischen Beratung.

Während der Beratung findet ein Prozess statt:

 

  • Je öfter die Gleichheit und die Verschiedenheit erkannt werden, umso mehr wird auf die Einzigartigkeit geachtet
  • Es entsteht eine klare Kommunikation untereinander.Das Zuhören wird gelernt, die Meinungen anderer werden respektiert.
  • Dies wiederum baut den Selbstwert auf und führt zu besseren Verständnis und Würdigung seiner Selbst und des anderen.
  • Regeln und Beziehungsmuster werden hinterfragt.
  • Die Angst, Trauer, Wut und Enttäuschung können bearbeitet werden.
  • Die Betroffenen dürfen authentisch sein und die Verantwortung für ihr Handeln übernehmen.

Die systemische Beratung ist lösungsorientiertes Arbeiten sowohl mit Einzelpersonen als auch mit den Menschen, die miteinander ein System bilden. Es wird gemeinsam versucht, die wertvollen Fähigkeiten und Stärken des Systems wieder sichtbar zu machen. So lassen sich eigene Lösungen finden und eine Veränderung wird möglich.            

Sobald allen Beteiligten klar wird, was Sie und die anderen möchten, öffnen sich ihnen viele Wahlmöglichkeiten,  ihr Leben zufriedener weiter zu führen. Sie erkennen Ihr nächstes Ziel und wissen genau, was sie brauchen, um dieses zu erreichen.

Eine solche Beratung in Anspruch zu nehmen, bietet eine Möglichkeit, gemeinsam mit der professionellen Hilfe, die Situation aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, die bisherigen Bemühungen zu würdigen und neue Bewältigungsstrategien zu entwickeln.